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funselection.net > Forum > Freizeit & Hobby > Bücher & Literatur > Geschichten und Gedichte > Thema: Lies in the Darkness - Lügen in der Dunkelheit

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Autor Thema: Lies in the Darkness - Lügen in der Dunkelheit  (Gelesen 2590 mal)
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__just.a.lil.penguin}
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Sweet, little Penguin...


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« am: 19. Januar 2008, 17:36:03 »
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Genre: Horror, ich würde sagen 'freigegeben' ab 16.


1.Kapitel - Niemand glaubt einem siebenjährigen

10… Alpträume hat jeder einmal
09… Der Trick ist zwischen Realität und Fantasie einen dicken Strich zu ziehen
08… Denk daran, im Traum kann dir niemand etwas anhaben…
07… Träume müssen niemals wahr werden
06… Aber sie können, wenn du es willst
05… Du bist stark, glaube mir
04… Auch wenn du denkst, du kannst nicht mehr, gehe weiter! Geh immer weiter!
03… Verliere nie die Hoffnung, denn damit gibst du auch dich auf!
02… Und du weißt ja…
01… Wenn bei null alles vorbei ist…
00… War es nur ein Traum


Schweißüberströmt öffnete der siebenjährige die Augen. Sein Vater hatte immer gesagt, nach einem Alptraum zähle bis zehn „Wenn der Alptraum jedoch kein Ende nehmen will, auch nach diesen zehn Sekunden nicht… dann Lauf!“, er hatte bis zehn gezählt, doch dieses Geräusch… es war nicht verschwunden, dieses leise, grausame grölen. „Du bist stark“, rief sich der Junge ins Gedächtnis. Er musste stark sein. Langsam schwang er seine Füße aus dem Bett und schloss für einen Moment die Augen um das Zittern seines Körpers wenigstens einigermaßen unter Kontrolle zu bekommen. Leise tapste der Junge in den großen Gang hinaus, wollte zur Haustüre gehen, ging zwei Schritte darauf zu doch noch ehe er die Türschnalle auch nur berühren konnte, blieb er wie angewurzelt stehen. Dieses Geräusch… es kam eindeutig aus dem Schlafzimmer seiner Eltern. Sein Vater hatte gesagt egal was geschehen würde, er sollte in die alte Holzhütte im Wald laufen und sich dort verstecken. Der Junge sah zwischen der Schlafzimmertüre und der Haustüre hin und her. ‚Du bist Stark…’, diese drei Wörter bewegten ihn dazu, auf die Schlafzimmertüre seiner Eltern zuzugehen. Mit langsamen, kleinen Schritten näherte er sich der Tür und damit auch dem Geräusch. Die hölzerne Türe war nur angelehnt und der kleine Junge streckte seine zitternde Hand aus um sie einen kleinen Spalt aufzustoßen. Dieses grauenhafte Geräusch wurde mit einem mal so laut, dass der kleine Junge voller Angst einen Schritt zurück machte. Die Angst war in seinen Augen zu lesen, wie erstarrt blieb er stehen und starrte die Türe an. Sein Herz klopfte wild, sein Atem wurde schneller, sein Zittern schlimmer und doch wagte er sich noch einmal zur Türe. Langsam näherte er sich und schließlich konnte er durch den Spalt in das Schlafzimmer seiner Eltern sehen. Von einer Sekunde auf die andere hörte er auf zu Atmen, aus Angst ein Geräusch zu machen. Es musste dieser Moment gewesen sein, in welchem er sein Herz verschloss und doch war es ihm vorher gelungen zu brechen. Vor dem Bett seiner Eltern lag seine Mutter, auf den Boden – die Augen weit aufgerissen, den Mund leicht geöffnet und die Beine unnatürlich vom Körper gespreizt – sie war umgeben von einer roten Substanz, welche problemlos als Blut zu definieren war. Ihre smaragdgrünen Augen zeigten keinerlei Emotion und doch war klar, dass noch vor wenigen Augenblicken endlose Angst und Pein darin zu lesen war. Keinen Meter von ihr entfernt lag auch sein Vater. Auch um ihn hatte sich eine große Blutlache gebildet, doch seine Augen waren verschlossen und so könnte man beinahe denken, er würde schlafen. Der Braunhaarige ging langsam ein paar Schritte rückwärts. Das konnte alles nicht wahr sein. ‚Du träumst noch…’ versuchte er sich einzureden. ‚Zähl bis zehn!’. Wie hypnotisiert ging er zurück in sein Zimmer, legte sich in sein Bett, zog die Decke über den Kopf und presste die Augen zu. Leise begann er noch ein weiteres mal von 10 auf 0 zu zählen, dann öffnete er die Augen wieder. Doch noch immer war das Geräusch da und ihm war als würde es näher kommen. Zitternd versuchte der junge nun so leise wie möglich aus dem Bett zu steigen und ging auf sein Fenster zu. Es klemmte und der siebenjährige versuchte es mit aller Kraft nach oben zu schieben um einen Ausweg aus diesem Alptraum zu haben, doch seine Kraft reichte nicht. Er hatte seine Zimmertüre nicht geschlossen und rannte nun mit großen Schritten darauf zu um dies nachzuholen, doch als er beinahe angekommen war, hörte er wie die Tür zum Zimmer seiner Eltern mit einem quietschen aufgestoßen wurde. Schweißüberströmt sah sich der Junge gehetzt um. Noch einen hektischen Blick warf er auf die Türe ehe er sich unter sein Bett verkroch und ein stilles Stoßgebet an den Himmel schickte. Er hörte den schweren Atem dieses Wesens, er konnte den Boden unter seinem Gewicht erzittern spüren, doch er schien ihn nicht zu bemerken. Kaum war das Wesen wieder durch die Tür verschwunden, kroch der siebenjährige unter dem Bett hervor, lief wieder zum Fenster und versuchte es noch einmal mit aller Kraft aufzubekommen, doch dieses mal klappte es. Die Freude überwältigte ihn und er gab ein freudiges: „JA! Endlich…“, von sich. Kaum hatte er die Worte ausgesprochen war ihm seine Dummheit bewusst geworden, er drehte sich blitzschnell um und keine vier Meter von ihm stand dieses Wesen, starrte ihn aus tiefschwarzen, unnatürlich großen Augen heraus aus. Für einen Moment blieb er wie angewurzelt stehen ehe er sich mit einer unglaublichen Schnelligkeit umdrehte und durchs Fenster sprang. Er landete etwas unsanft auf dem harten Erdboden, doch nach einer kurzen Sekunde rappelte er sich hoch und lief. Er lief hinter das Haus, in den naheliegenden Wald, immer tiefer, bis er schließlich, nach einer schieren Ewigkeit und völlig außer Atem, die alte Holzhütte sah. Gehetzt rannte er hinein und warf die morsche Tür hinter sich wieder zu. Er lief in die Linke Ecke in welcher er zwei Holzbretter des Bodens entfernte um sich darunter in einer kleinen Grube zu verstecken. Er wusste nicht ob dieses Ding noch hinter ihm gewesen war, doch so fühlte er sich doch sicherer. Dafür war dies auch der Augenblick in welchen ihm schmerzhaft bewusst wurde, dass er nun alleine war… seine Eltern waren für immer gegangen…

18 Jahre später

„Ich versteh nicht – was ist mit dir los? Du kannst doch nicht von heute auf morgen kündigen! Sie haben dich aufgenommen und erzogen, sich um dich gekümmert und dich beschützt. DU allein hattest das Glück vom Chef aufgenommen zu werden wie ein Sohn und nun gehst du? Bist du verrückt geworden?“, fluchend lief ein etwa fünfundzwanzigjähriger Mann mit kurzem schwarzem Haar hinter seinem größeren Freund her. Die beiden liefen einen langen, dunklen, unterirdischen Gang entlang. Nur ein paar alte Lampen an den Wänden spendeten etwas licht. Jayden Cardigan hatte sich jedoch entschieden, die Worte seines Freundes entsprachen zwar der Wahrheit, doch nicht die ganze Wahrheit. Mit entschlossener Miene und schnellen Schritten wanderte er durch den Gang. Seine kurzen braunen Haare waren vom Regen draußen nass und er hinterließ auch nasse Fußspuren auf dem staubigen Boden. Der jüngere holte Jay nun endlich auf und versuchte mit ihm Schritt zu halten.
„Komm schon… du kannst das nicht alles wegwerfen! Du hast doch selbst gesagt du wirst nicht ruhen ehe dieses Ding tot ist!“, versuchte Steven ihn umzustimmen. Auch in diesem Punkt hatte sein langjähriger Freund recht, doch Steven wusste nicht was er selbst erfahren hatte. Doch sein Ziel war noch das selbe – er würde dieses Ding finden und töten. Die zwei jungen Männer gingen an endlosen schweren Metalltüren vorbei, doch bei einer besonders alten Türe blieben sie stehen. Jayden holte noch ein letztes Mal tief Luft ehe er die Türe entschlossen aufstieß und eintrat. In einem alten, großen Raum stand ein großer Tisch, von eisernen Stühlen umgeben. Am Tischende saß ein älterer Mann mit grauem, kurzem Haar, zwischen seinen Augen war eine tiefe Falte zu erkennen und auch seine Stirn war in Falten gelegt, doch der Mann sah auf als die Tür geöffnet wurde.
„Jay? Was machst du hier? Du solltest doch noch auf Mission sein…“, die rauchige Stimme des Mannes erfüllte den großen Raum. Er hatte sich geschworen seine Wut zurückzuhalten, doch Jayden Cardigan war schon immer sehr temperamentvoll und so überkam ihn nun erst wieder sein unbändiger Zorn.
„Du hast mich belogen… Fast zwanzig Jahre lang hast du mich belogen…“, fluchte er zornerfüllt und mit gefährlich leiser Stimme. Der Blick des anderen nahm sanfte und beinahe unwissende Züge. Seufzend schüttelte er den Kopf, doch Jay ließ sich nicht beirren.
„Dich belogen? Wer hat dir denn nun schon wieder einen Floh ins Ohr gesetzt…“, Steven lugte um die Ecke, in den Raum und atmete zischend ein. Er kannte Jay wirklich gut und erwartete nun einen seiner legendären Wutanfälle, doch für zehn Sekunden geschah rein gar nichts, erst nach diesen atmete Jayden schwer aus und ergriff das Wort.
„Ich verschwinde…“
« Letzte Änderung: 19. Januar 2008, 17:41:28 von |_Just-a-little-Penguin_| » Gespeichert


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« Antwort #1 am: 19. Januar 2008, 17:50:00 »
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Ich liebe Fantasiegeschichten! clap

Echt super geschrieben.

Bin schon auf das zweite Kapitel gespannt!

Toll das du den Anfang gemacht hast, ich hoffe es kommen noch viele weitere spannende Geschichten und Kapitel.
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« Antwort #2 am: 19. Januar 2008, 17:56:36 »
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Danke dir *sich geehrt fühl und freuze*
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